Folge 95 „Liefern“ und „Kurz bevor der Tag beginnt, ist die Nacht am dunkelsten“

Shownotes

Das sind unsere Buchempfehlungen:

Tomer Gardi: Liefern

Wolf-Ingo Härtl: Kurz bevor der Tag beginnt, ist die Nacht am dunkelsten

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Transkript anzeigen

00:00:05: Hallo, ihr seid beim Podcast Zwei-Mein-Buch.

00:00:10: Wir sind zwei Männer die gerne lesen.

00:00:12: Zwei Männer und zwei Bücher!

00:00:15: Wir verreißen keine Bücher für Empfehlenbüchern.

00:00:18: Wir das sind Sven Jachmann von Berufsjournalist und mit Büchern aufgewachsen...

00:00:23: Und Andreas Heilnickel Filmemacher Drehbuchautor und Schriftsteller.

00:00:29: Wir haben Lust auf Austausch mit euch.

00:00:35: Da sind wir wieder.

00:00:36: Herzlich willkommen zu unserer neuen Folge liebe Freunde.

00:00:38: Wir sitzen

00:00:38: in der Sonne, zwei Büchers vor uns, zwei Bier vor uns.

00:00:42: Jetzt kann nichts mehr schiefgehen.

00:00:43: Und in der Ferne fährt ein rotes Schiff vorbei.

00:00:45: Schön!

00:00:46: Wir sind wieder am Kanal Grande sozusagen?

00:00:48: Genau, am Kanal Dreiunddreißig im Hohenhorn am Fähranleger unsere Lieblingslokation im Sommer muss man sagen.

00:00:57: Noch hält er Sommer bzw.

00:00:59: er kommt gerade wieder?

00:00:59: Ja

00:01:00: heute ist das erste Tag wo man mal wieder draußen sitzen kann und wir haben zwei Bücher vor uns liegen.

00:01:04: völlig überraschend.

00:01:06: Ich habe das Gefühl

00:01:06: deine Bücher werden immer dünner dass ich hab erst gedacht Ist das ein Reiseführer, den er da mitbringt jetzt?

00:01:12: Ja.

00:01:12: So dünn ist der!

00:01:14: Hundert ist zweiundsechzig Seiten und es heißt kurz bevor der Tag beginnt ist die Nacht am dunkelsten von Wolf Ingo Herthl

00:01:24: womit er schon mal überhaupt nicht recht hat.

00:01:26: im Sommer

00:01:28: ja und ich hatte.

00:01:29: ich hoffe dass sich die Menschen auch den Titel gut natten können Weil auch daran hängt ja der Erfolg.

00:01:36: Ich hatte neulich mal gelesen oder gehört, ich weiß gar nicht wer das geschrieben hat es geht um die Band AHA und sie haben noch diesen Titel oder diesen Hit gehabt I've Been Losing You.

00:01:46: Und dann stand da drin allen Ernstes Ja Der Song ist so ein bisschen untergegangen Hat's nicht ganz so hoch geschafft in die Charts weil i've been losing you Das kann sich ja kaum einer merken.

00:01:58: Also der Titel war unglücklich gewesen, da hab ich nur gedacht Leute das nicht euer Ernst jetzt.

00:02:03: Wenn es daran echt

00:02:04: scheitern wollen... Ja sehr schräg finde ich

00:02:07: auch!

00:02:07: Und deshalb muss sich auch kurz bevor der Tag beginnt ist die Nacht am dunkelsten, habe ich dann gedacht irgendwie ob ich hoffe dass sie Verlag und Autor damit wirklich einen Gefallen getan haben?

00:02:19: Ultrasilietverlag hatten wir schon mal?

00:02:21: Hatten wir schon Mal ja.

00:02:22: Die Freude

00:02:23: von uns bei in den sozialen Medien.

00:02:25: Kann

00:02:26: man so sagen absolut.

00:02:28: Ich habe etwas Interessantes gehört, ich habe eine Studie gelesen über den Kauf von Büchern.

00:02:34: Was gibt es für Zielgruppen und was führt dazu dass sie Bücher kaufen?

00:02:39: Ganz interessant!

00:02:40: Es gibt eigentlich so drei Oberkategorien.

00:02:42: die werden tausende Unterkategorie haben aber so drei ober Kategorie das eine sind die Leser die einfach nur Zerstreuung wollen und was leichtes lesen wollen ist darf auch in keinem Fall irgendwie kompliziert sein.

00:02:53: Und das lesen Sie dann so zwei drei Seiten abends und schlafen sie ein Und am nächsten Tag lesen sie noch mal zwei Seiten.

00:02:59: Meistens schafft sie es gar nicht, das durchzulesen oder brauchen ja... Das ist die eine Zirkupel, die ist groß übrigens?

00:03:06: Ja, das glaube ich!

00:03:08: Die zweite ist die, die fahren jetzt in den Urlaub und kaufen sich irgendwas was da spielt aber bitte nicht zu anstrengend und es dürfen Schicksalsschläge drin sein, aber auch nichts zu stark.

00:03:21: Und die lesen so nebenbei weil sie dann auch nicht wissen was sie machen sollen, weil man vielleicht dann auch insta Irgendwann Saat hat.

00:03:28: Und die Dritten sind, die sich in so einem Buch fallen lassen und sie sich da rein vertiefen oder ja so reinsinken, die nachts noch bis zur letzten Minute und dann auch weiter darüber hinauslesen, die einfach nicht aufhören können zu lesen, Die Literatur leben und das ist ehrlich gesagt die Kleinsezikoprogramm.

00:03:47: Ja, hatte ich befreut?

00:03:49: Wir haben... wir sprechen... Kann man sagen dass wir die kleinste Zikro von allen ansprechen?

00:03:54: Wahrscheinlich!

00:03:56: Wobei ich unsere Bücher gar nicht so anstrengend finde, aber wir sind es wahrscheinlich gewohnt schon inzwischen.

00:04:02: Naja und wir sind beides ja Leute die sich unseren Buch fallen lassen also die Bock haben ein geiles Buch zu lesen.

00:04:08: Und nicht nur zwei drei Seiten zur Zerstreuung lesen?

00:04:11: Also das habe ich noch nie getan.

00:04:12: Ich weiß nicht wie das bei dir ist, aber das hab' ich auch noch nie gemacht.

00:04:15: Nee, nee.

00:04:15: So wegen der Zerstreuung irgendwie im Buch lesen kann ich mich auch nicht daran erinnern dass ich das jemals gemacht habe.

00:04:24: Ja ich krieg das auch... in den sozialen Medien häufig mit, dass Leute diese anstrengenden Bücher echt meiden.

00:04:29: Da haben sie keine Lust zu.

00:04:31: Ja ist auch irgendwo nachvollziehbar, harter Job irgendwie und dann will man ja auch noch so ein bisschen wahrscheinlich auch nochmal was anderes sehen und greift irgendwann mal zum Buch und dann darf es aber echt nicht zu anstrecken sein.

00:04:47: Bei mir ist es mittlerweile auch so, wenn ich ein Buch lese und ich komme da sogar nicht rein.

00:04:50: Habe ich auch keine Lust mehr den Buch noch fünfzig Seiten eine Chance zu geben?

00:04:54: Sondern... Wenn ich merke, ich komme damit nicht rein die Charaktere, da habe ich auch irgendwie sogar keinen Bock drauf denn lass mich's!

00:05:02: Das kann ich total nachvollziehen.

00:05:04: Ich leg Bücher auch weg, wenn ich sie... Das sind auch so auf der Leute die lesen es in jedem Fall durch.

00:05:10: Das mache ich ihnen gar keinen Fall!

00:05:12: Das können wir uns auch eher mit unserem Podcast gleich leisten weil dann schafft man's ja nicht und wir brauchen ja Bücher, die wir empfehlen können.

00:05:18: aber ich hab Bock mich anzustrecken.

00:05:20: Ich habe Lust, wenn man mal ein Buch aufschlägt ist gibt genug Zerstreuung überall wird man immer nur ist immer nur zerstreuungen.

00:05:27: Jeder Podcast und so alles ist möglich immer in leichten Häppchen und bloß nicht zu anstrengend und bloße nachdenken.

00:05:32: Ich such das total im Bücher nicht.

00:05:33: Ich mag das, mich auch mal auf irgendwas zu konzentrieren oder mich mal auf eine Kunstform die mir was zu sagen hat.

00:05:42: Also ich würde mich dann zur Kategorie drei zählen in dem Fall.

00:05:46: Ich glaube heute ist der Tag der roten Schiffe.

00:05:48: Schon wieder?

00:05:48: Ja schon

00:05:48: wieder ein roter Frachter.

00:05:51: Schönes Roter Frachten.

00:05:52: Ein Ferrari-Rot!

00:05:57: Diesmal übrigens habe ich mitgebracht von Tomagali liefern...

00:06:01: Das hab' ich ganz häufig gesehen als Buch.

00:06:03: Ja, ja.

00:06:04: Aber ich hatte das irgendwie auch auf dem Schirm.

00:06:07: Ich fand das Thema ganz spannend.

00:06:08: Das Thema ist sehr spannend.

00:06:09: Ja aber habe dann nicht zugegriffen wahrscheinlich weil so hab' ich das jedenfalls verstanden der

00:06:18: Buch

00:06:19: spielt doch mehr in Asien oder in aller Welt.

00:06:21: irgendwie so kann es sein?

00:06:23: Es spielt in sechs Metropolen, sie sind in sechs Teilen aufgeht.

00:06:27: Sie spielen in Deli und Tel Aviv, in Buenos Aires, Berlin, Istanbul Also in fünf Metropolen.

00:06:36: erzähle ich auch gleich, wie das dazu kommt und so weiter.

00:06:39: Und das ist ein Buch, weil wir da gerade so drüber gesprochen haben, dass würde man vielleicht wenn man keine Geduld hat weggelegt haben oder es wäre zu früh gewesen.

00:06:49: Ich habe da kurz übernach gedacht, weil das ist kein durchgehender Plot, es sind ganz viele verschiedene Personen, sowas lege ich zu schnell weg eigentlich und es wird auch kaum eine Geschichte mal so richtig zu Ende erzählt.

00:06:59: Hatte ich grade einen Krimi weggepackt zum Beispiel?

00:07:03: Ja!

00:07:03: Es war schon gut geschrieben, ich dachte mir, ich lese es mal weiter.

00:07:05: Aber dann geht's wieder los!

00:07:07: Dann gehen Sie von A nach B nach C nach D, dann sprechen sie mit dem und dem und den...

00:07:12: Und einer davon wars?

00:07:13: Ja, genau einer davon war's.

00:07:15: Und dann kommt so eine Andeutung wieder, also passiert irgendwas gerade, das wird aber erstmal so hängelassen, ein Cliffhänger irgendwie so ... Reicht es auch nicht, dass man irgendwie durch zwei Orte irgendwie ... Sondern er wird noch mal ganz woanders hingegangen.

00:07:29: Und ich hab dann irgendwann echt ...

00:07:31: Ich hab irgendwann

00:07:32: gesagt, nee, hab ich echt ... Keine, ich tue mir Leid.

00:07:36: Hab's halt in deinem Wecken.

00:07:37: Also das war schon gut geschrieben, darum ging's nicht.

00:07:40: Du

00:07:40: willst jetzt nicht sagen was war?

00:07:42: Ich

00:07:43: habe den Titel völlig vergessen.

00:07:45: Ich sag das deswegen weil du meintest, da gibt viele Personen und so weiter... Da wars bei mir auch so wenn ich dann schon irgendwie Dann nachdenken muss, oh wer war das noch mal?

00:07:57: Das war doch jetzt der.

00:07:58: Und dann blätterst du wieder zurück und nur um bestätigt zu bekommen, weil sonst lässt sich es ja keine Ruhe, dass der das auch wirklich war.

00:08:06: Und das ist mir zu mühsam!

00:08:09: Ja, bin ich ja auch kein Freund von.

00:08:12: In diesem

00:08:12: Buch ist es ein bisschen anders, weil es sind unterschiedliche Leute die auf eine ganz gewisse Weise miteinander verbunden sind nie offensichtlich Sondern immer über irgendwelche anderen kurzen Klingen.

00:08:27: Und was der Tomagardi kann, über den ich erzähle, ist dass er dich auch mit einer neuen Person in kürzester Zeit so reinzieht... ...dass du wissen willst wie es weitergeht und den anderen hast du eigentlich schon vergessen?

00:08:39: Ja das ist super!

00:08:39: Weil diese Person gerade so interessant ist... Ja

00:08:41: ja, das ist

00:08:42: toll!

00:08:43: ...und da hat er mich total mitbegeist.

00:08:45: Ja,

00:08:45: das finde ich sehr gut.

00:08:46: Ich wollte nur kurz bevor ihr weitermasst.

00:08:49: Kurz, nee was jetzt besser ist mir ist es egal Kurz bevor der Tag beginnt, ist die Nacht am Dunkelsten.

00:08:56: Ich glaube ich werde den Titel noch oft wiederholen müssen damit ihr den auch bloß

00:08:59: nicht vergessen.

00:09:00: Ja man sieht ja auf dem Cover ist eine Frau mit Sonnenbrille die eine Waffe

00:09:06: auf

00:09:07: dich richtet.

00:09:09: Hier geht es um eine Auftragskillerin.

00:09:11: Lassen

00:09:12: wir uns schon mal vorab!

00:09:14: Wir sollten jetzt nicht immer nur vorab sagen, sondern irgendeiner sollte jetzt noch mal anfangen.

00:09:17: Ja und jetzt kannst du weitermachen!

00:09:19: Ich wollte nur... also weil damit man sich auf irgendetwas unter diesem Titel vorstellen kann, wollte ich das nur kurz nochmal eingeschoben

00:09:27: haben.

00:09:27: Auftragskiller?

00:09:28: Eine Auftrags-Killer

00:09:29: ist ja.

00:09:30: Gut dann fang an.

00:09:31: Tomagardi hat mir vorher nichts gesagt, muss ich gestehen.

00:09:36: Hat aber den Preis der Leipziger Buchmesse gewonnen.

00:09:39: Ist wohl so ein bisschen bekannt geworden, er hat einen Buch als.

00:09:42: er ist Israeli.

00:09:44: Und sagt man Issaeli eigentlich?

00:09:46: Ja.

00:09:47: Er ist Issaely und hat ein Buch auf gebrochenem Deutsch mal geschrieben, was sehr für Widerstände in gewissen Welten sorgte weil die das natürlich anstrengend fand.

00:09:58: Kann ich mir auch ehrlich gesagt anstrecken vorstellen finde ich auch bisschen schwierig.

00:10:04: Wenn ich das Bild dir mal zeige.

00:10:05: also er sieht so ein bisschen hippie freakmäßig aus.

00:10:10: Er ist jetzt in Berlin geboren und erlebt.

00:10:15: Und steilen Papier, das war dieses Buch, was so auf gebrochenem Deutsch vorgeschrieben wurde.

00:10:22: Weil er nicht perfekt Deutsch spricht – und das tut da bis heute nicht!

00:10:25: Ich habe auch ein Interview von ihm gehört.

00:10:27: Und Thomas Gadi ist drei Jahre lang um die Welt gereist, in diese ganzen Metropolen und hat recherchiert an dieser Geschichte, die er eigentlich wieder geschrieben hat.

00:10:38: Das Buch heißt liefern und es geht um die Leute, die mit dem Orangen- und Rucksack unterwegs sind.

00:10:42: Und dir der Essen bringen?

00:10:43: Ja!

00:10:45: Die, ähm... ...die ja deinen Abendessen bringen, aber auch Lebensmittel für dich einkaufen, das ist ein vielfältiger Job.

00:10:53: Obwohl man irgendwie oder wo ich den Eindruck habe, dass ist kein guter Job.

00:10:57: Richtig.

00:10:57: Und damit hast du komplett recht.

00:10:59: Komplett recht.

00:11:00: Das kann nicht gut sein, das kann nicht Spaß machen, hab' ich so für mich gedacht immer

00:11:05: Das ist auch völlig richtig und darum geht es auch.

00:11:08: Also, das ist ein bisschen so einen Perspektivwechsel mal einfach zu gucken was machen diese Leute eigentlich durch?

00:11:16: Und wie geht es denen?

00:11:18: weil sehr viele sind.

00:11:20: also es gibt eine Figur ja so ein bisschen die Hauptfigur in dem Buch eigentlich die dann schon nochmal wieder kommt.

00:11:27: am Ende.

00:11:27: Filmor heißt der und Filmor ist aus Eritrea Der ist geflüchtet, der hat eine Frau und ein Kind.

00:11:34: Die leben in Berlin und er arbeitet im Tel Aviv als Essensbote.

00:11:40: Und er muss halt sehen dass er irgendwie diese Familie ernährt.

00:11:45: Er will so schnell wie möglich auch nach Berlin zu seiner Familie, aber keine Arbeitserlaubnis ist hier nicht legal Und ab dem Moment ist er schon auf Hilfe angewiesen.

00:11:55: Ja, wobei ich mich ja auch frage wie will er denn seine Frau und sein Kind in Berlin leben bei den Lebenshaltungskosten?

00:12:02: Wie will er die damit mit

00:12:04: Neudilie

00:12:05: ernähren?

00:12:05: Das geht ja gar

00:12:06: nicht!

00:12:08: Es ist auch schwierig... Naja also in Tel Aviv ist es jetzt nicht so, dass der keine Ahnung ist.

00:12:12: Achja,

00:12:13: Tel Avive!

00:12:13: Nicht Neudelie!

00:12:16: Und er verliert irgendwie unglücklich sein Job und beschreibt das auch alles.

00:12:20: Er erzählt es aber nicht seiner Freundin, weil ihr ein bisschen stolz hat.

00:12:25: Da fängt das eigentlich an so dass man sich mal in diese Situation dieser Menschen versetzt.

00:12:32: also Das Problem ist auch ich hatte eben schon gesagt keine Arbeitserlaubnis.

00:12:35: Es gibt also Agenturen.

00:12:37: da kostet dann so einen Fake Account sozusagen.

00:12:41: Koste achthundert Euro.

00:12:42: Was für ein Fake Account?

00:12:43: Naja,

00:12:43: dass du einen anderen Namen kriegst und hier arbeiten kannst.

00:12:45: Also du musst dich ja irgendwie ausweisen, um Essen auszuliefern.

00:12:49: Du musst dich bei einer Firma melden aber das sind Unternehmen, das ist ein Subunternehmen.

00:12:53: die melden dich da an und sagen wir haben hier die Lieferanten und die machen Deal mit dem Lieferservice, Lieferando oder wie auch immer.

00:12:59: Aber der Name fällt halt nie, aber das ist ja so mit den Bekanntesten Und er wird eingeschleust über diese Firma und fährt für die.

00:13:08: Das kostet erst mal achthundert Euro damit sie ihn überhaupt aufnehmen und dann kriegen Sie dreißig bis vierzig Prozent von dem was er verdient.

00:13:14: Das geht eben immer an diese Firma und das sind so alles Dinge, die hat Tomagardi halt vorher mal recherchiert.

00:13:22: auf was für ein System das alles basiert wie da ausgenutzt wird wieder mit nöten von Menschen gearbeitet wird und dass ist zutiefst ergreifend.

00:13:31: So'n bisschen im ganz unten Style?

00:13:33: Ja genau!

00:13:35: Das

00:13:35: ist schon tiefer kann.

00:13:36: also wenn du ich lese ich lest mir so einen kleinen Teil vor viel tiefer gibt es dann auch wirklich traurig.

00:13:43: Ich habe hier so einen kurzen Teil einmal.

00:13:46: Er stand also an der Ampel und wartete auf Grün.

00:13:49: Regen fehl auf die Kapuze seiner Regengacke, klopfte auf das Plastik über seinem Kopf wie Taubenkrallen auf einem Wellblechdach.

00:13:56: Musik spielte aus einem schwarzen Subbaro neben ihm.

00:13:59: Etwas Fröhliches etwas Erhebenes!

00:14:01: Der linke Fuß auf dem Pedal, der rechte auf den Gehsteig, seine Schuhe abwasserkanal.

00:14:05: nass.

00:14:06: unter ihm blubberte des braune Wasser auf der Suche nach dem kürzesten Weg.

00:14:10: In einer Pfütze auf dem Gehweg leuchtete ein Regenbogen aus Benzin.

00:14:14: Er hob sein rechten Fuß und versuchte sich zwischen den schwarzen Subaru- und einem grünen Stadtbus zu drängen, kam aber nicht durch.

00:14:21: Auch für sein schnelles E-Bike standen die Fahrzeuge viel zu dicht.

00:14:24: Er manövrierte zurück wohin dahin wo er vorhin stand, sein rechter Fuß wieder auf dem G-Stark, Seitenständer auf den Wassern.

00:14:32: Im kubischen Globus.

00:14:34: auf seinem Rücken trug er Rahmen wie Sakura Zen so eine Anwaltsfirma zu den Ecotower.

00:14:40: Das dürfte nicht kalt werden.

00:14:42: Er überlegt, mit dem Fahrrad auf den Bürgersteig zu wechseln und so ein Teil des Staus rechts zu überholen.

00:14:47: Entschiedt aber dass das mit fünf Einwegsschalen vor Suppe keine gute Idee war.

00:14:52: Lauwarme Suppe kann man in der Mikrowelle wieder wärmen.

00:14:55: Über verschüttete Nudelsuppe kam er nur Punkt-und-Port.

00:14:59: Also es wird beschrieben dieser ständige Stress das Essen da rechtzeitig hinzubringen.

00:15:05: Es wird auch erzählt wie.

00:15:09: Also, der hat was ganz Interessantes gesagt.

00:15:11: Das steht auch irgendwo in dem Buch, dass bei dieser ganzen Service der Mensch eigentlich stört.

00:15:17: Niemand interessiert sich für den Menschen, der das bringt.

00:15:19: Am liebsten wäre es einem irgendeinen Roboter, wo man sich nicht mit jemandem unterhalten muss, wenn er an die Tür kommt und so.

00:15:29: Es sind alles wie gesagt so Fragmente, die im Meeren Städten spielen... ...und die unterschiedliche Sachen erleben bei ihren Auslieferungen.

00:15:39: Wo war das gerade eigentlich?

00:15:40: Das

00:15:41: war jetzt gerade in Tel Aviv.

00:15:43: Das war der Filmon.

00:15:46: Da sind diese Lizenzen natürlich wahnsinnig viel wert, wenn sie die verlieren.

00:15:49: und du verlierst sofort Wenn eine schlechte Kritik kommt, verlierst du die.

00:15:53: Du verlierst die, wenn du irgendwo versagst.

00:15:55: Also genau wie dass dir was auskippt und der beschwert sich über dich dann bist du raus Dann gibt es so Hierarchiesysteme wo du Wenn du besonders gut bist, kriegst du in der Kategorie blau oder so.

00:16:08: Ja!

00:16:08: Oder wenn du besser bist in der Grünen und so weiter... Und dann wirst du halt auch besser bezahlt.

00:16:13: Also es ist ein wahnsinniger Ausnehmensjob.

00:16:16: Die bewachen dich inzwischen usw.

00:16:18: Auch das wird später ein Thema.

00:16:21: Du fühlst mit diesem Film an total mit.

00:16:24: Der telefoniert dann immer mit seiner Frau und er hat ein kleines Kind, Israel heißt dieses Kind.

00:16:28: Du fühls mit dem Mäd, wie er mit den telefoniert und versucht irgendwie so würdevoll wie möglich darüber zu kommen.

00:16:34: Dann hat der einmal in einer skurrieren Szene halt der Telefonsexe mit seiner Freundin... Und du merkst ja es einfach einen armer Mensch!

00:16:45: So geht das über mehrere Städte um die ganze Welt, also so wie der Thomas Gadi auch gereist ist.

00:16:53: Er hat überall mit Lieferanen gesprochen, er hat bei den Firmen gesprochen und ganz viel darüber gelesen.

00:16:58: Er ist selbst ja... Hat lange in Israel gelebt.

00:17:01: Also Teller Wief kennt er in und auswendig.

00:17:04: Interessant ist an dem Buch finde ich das in jeder Stadt über die er schreibt dass auch so ein Ton hat der irgendwie zu dieser Stadt passt.

00:17:13: Also wo du so eine Vorstellung hast?

00:17:15: Das ist überhaupt nicht stringent geschrieben des Buchs Der beherrscht so ganz viele unterschiedliche Stile.

00:17:22: Das ist spannend, das verwirrt aber auch weil es nicht weglesbar sei ich mal.

00:17:28: Aber was sie vorhin schon sagte, jeder hat irgendwie einen... Also es zieht dich jedes Mal rein.

00:17:35: Also hier zum Beispiel manchmal ist auch von Leuten die Rede, die tauchen dann nur kurz auf.

00:17:40: Ich habe jetzt hier nochmal so eine Stelle, weil ich das ganz spannend finde.

00:17:42: Es war halt ne Frau.

00:17:45: Das lese ich jetzt auch noch einmal kurz.

00:17:46: gerne hätte auch Sachin auf diese gefährlichen Fahrten verzichtet.

00:17:50: Nichts war einfacher als Essen an irgendeine abgelegene Adresse zu bestellen, den Ryder, so heißen die übrigens im Ryder weltweit, dort niederzuschlagen und Fahrzeug-und Geld zu rauben.

00:18:01: Solche Fälle waren unter den Ryders bekannt und nach dazu fuhr Sachin eine teure Hero Roadster-Fünfhundert.

00:18:10: Und noch dazu war Sachin einer Frau.

00:18:12: Pfefferspray in der linken Bonanza-Hosentasche ein Messer in der rechten Und los ging die Fahrt.

00:18:18: Alle Riders wussten, welches die gefährlichsten Orte waren und keiner wollte dorthin.

00:18:22: Die Bestellungen wurden von einem Algorithmus an die Lieferanten verteilt.

00:18:26: Es war also reine Glückssache eine Art russisch Roulette.

00:18:29: Technisch war es möglich eine Lieferung abzulehnen und ab und zu Tatsachen das auch wenn sie die Gefahr manchmal nicht ertragen konnte.

00:18:36: Aber jede Ablehnung einer Bestellung bedeutete einen automatischen Punktabzug auf der Bonanza App In einer möglichen Senkung ihres Rankings Für dieselben Fahrten bekam ein Goldstarters Rider dreimal so viel Geld wie einer der Blue.

00:18:49: Und wenn du auf Blue warst, musstest du sehr, sehr viel schneller liefern um genug Geld für dein Leben zu verdienen was für dein leben schlecht war und auch nicht weniger gefährlich als zu irgendeiner verlassenen dunklen Straßenecke zu fahren deinen Fahrzeug dort zu parken und rauf in eine Wohnung zu gehen wo du nicht weißt ob dir jemand net Danke sagt oder ein Trinkgeld gibt oder dich ersticht dein Geld dem drunter auf die Straße geht und dein Fahrzeug in irgend einen Schuppen bringt.

00:19:14: Das sind also so diese ganzen Ängste, mit denen die regelmäßig leben.

00:19:19: Was halt interessant ist... Also das ist einfach mal so ein Ausschnitt der Filmon, der versucht halt Deutsch zu lernen weil er ja irgendwann in Berlin leben und er hat auch eine Lehrerin und seine Frau und seine Tochter lernen auch bei dieser gleichen Lehrerin.

00:19:39: Er macht das per Telefon, per Handy Und die lernen auch bei ihr.

00:19:43: Und irgendwann wechselt sie Perspektive, das ist eine gewisse Nina, die studiert in Berlin und die macht einen Austausch ja in Deli.

00:19:51: Und fährt dann nach Deli und verliebt sich hinein und der ist aber auch ein Fahrer.

00:19:56: Dem passiert was ganz Schreckliches – auch das ist ja Gang und Gebe, dass die auch verunglücken.

00:20:00: Ja!

00:20:01: Und dann gibt es da noch so eine Liebesgeschichte, die sich zwischen den Abspielen und was dann auch hinterher alles passiert wie sie so das Leben und so weiter registriert wird einfach auf einer Kreuzung überfahren und dann wird auch wieder die Perspektive gewechselt, weil nämlich dann regt sich eine Frau unheimlich auf das Essen nicht kommt.

00:20:18: Und sie können die dann checken und sehen also sowieso so ne Sendungsnachse in der Adresse wo du siehst, wo ist denn mein Essen gerade?

00:20:26: Und dann sieht ja er ist immer noch auf dieser Kreuzung und irgendwann fährt dann halt diese App.

00:20:31: oder ihr seht auf der App wie der in eine andere Richtung fährt, nämlich jetzt Kragenhaus.

00:20:38: Das sind auch total so dramatische Geschichten, aber es gibt auch richtig lustige Passagen.

00:20:44: Und so sagen sie diesen wahnsinnig schräg!

00:20:47: Also meine Lieblingsgeschichte ist eigentlich... Plötzlich erzählt nämlich jemand aus einer Ich-Perspektive relativ spät im Buch einigst und haben zwei Dritteln würde ich mal sagen?

00:20:58: Du merkst irgendwann das ist total autobiografisch Das ist er selber, eigentlich.

00:21:04: Und er hat irgendwie so einen Preis gekriegt für so ein Literaturpreis und fährt mit seinem Kumpel nach Istanbul zur Haartransplantation.

00:21:12: Achso!

00:21:12: Ja ja...

00:21:14: Das ist wahnsinnig witzig.

00:21:17: Also die haben halt einen Termin bei so einem Guru der das eben macht oder

00:21:21: so.

00:21:21: Da ist Istanbul sehr bekannt für

00:21:23: Haartranflationen?

00:21:24: Genau.

00:21:24: Er beschreibt das schon im Flugzeug für dir zu viele kale Leute davor, ihm sitzen usw.. Und hier ist so eine Passage, wo man auch sieht wie witzig der auch schreiben kann.

00:21:38: Man fragt sich übrigens die ganze Zeit was haben die denn jetzt?

00:21:42: Damit zu tun!

00:21:43: Mit Lieferanten zu tun.

00:21:44: Also überlegen dann ob sie das wirklich machen und die zögern noch mal... Er lernt einen Anler kennen, der ihm seine ganze Lebensgeschichte erzählt.

00:21:52: Die ist auch voll abgedruckt.

00:21:54: Das ist eine ganz herzerreißende Liebesgeschichte von einer Frau, die ihn total ausnimmt.

00:22:00: Das wird immer dramatischer.

00:22:01: Und du denkst immer, wo führt das Ding jetzt alles hin?

00:22:05: Und es ist ganz banal!

00:22:06: Sie haben diesen Termin in der Praxis und es gibt einen Streik eine Demonstration auf der Straße von Lieferanten.

00:22:13: So...und dann kommen die Lieferanden auch wieder vor weil sie kommen dann über zwanzig-dreißig Seiten gar...von Lieferatten gar keine Rede mehr.

00:22:20: aber ich will das nochmal kurz lesen weil ich das witzig finde Wie er mit seinem Kumpel, das ist so sein bester Freund und beide haben schütteres Haar inzwischen.

00:22:29: Und wollen dagegen was tun.

00:22:30: Sind jetzt in der Praxis in Isam?

00:22:31: Ja ne sind im Hotel.

00:22:32: Im nächsten Tag gehen sie dahin.

00:22:36: Was ist das wahnsinnig schön geschrieben irgendwie!

00:22:38: Nach dem armen Essen nahmen wir ein Taxi ins Hotel.

00:22:41: von der Lobby gingen wir noch in die Bar auf ein letztes Bier.

00:22:44: Wir setzen uns direkt an den Tresen.

00:22:46: dort saßen auch noch ein paar oder etwas weiter noch zwei Männer neben uns einen Mann allein der mit seinem Handy spielte und uns gegenüber noch einer, der einsam vor sich hintrank.

00:22:55: Alle Männer in diesem Hotel befanden sich in verschiedenen Phasen der Glatzenbildung.

00:23:01: Mittags war ich nur schnell durchs Hotel gelaufen um meine Tasche ins Zimmer zu bringen und gleich wieder runtergegangen.

00:23:06: Ich hatte noch nicht darauf geachtet was das für ein Ort war.

00:23:09: Hier herrschte eine deprimierende Atmosphäre Eine Atmosphere von trauriger verletzter Männlichkeit.

00:23:16: Ich schaute mich um.

00:23:17: Die Bar war nun schwach beleuchtet, gleichsam in Scham gehöhlt.

00:23:21: Plötzlich sah mir dieses Hotel wie das Heartbreak-Hotel aus ein fünf Sterne Boldhead-Hotail für Männer, die ihren Selbstwertgefühl erschüttert waren, deren selbst Bild an der Zeit gelitten hatte oder immer schon nur leidlich gewesen und erlöst werden sollte.

00:23:38: Aber wir fanden uns doch alle auf einer Schwelle zur Auferstehung!

00:23:41: Nur noch eine Nacht trennte uns von unserem zweiten Ersprichs... Hier hätte ja auch Festfreude herrschen können, ein dionisches Pilgerfest von Menschen die eine mühsame lange Reise auf sich genommen haben und angekommen waren.

00:23:55: Die Rettung war zum Greifen nahe doch so war es nicht.

00:23:58: wow ist das deprimierend?

00:23:59: hier sagte ich zu Ronin.

00:24:01: der Barmann stellte uns das Bier hin wir stießen an wenn.

00:24:07: er beschreibt ihr halt so einen Haartransplantationsart der so ganz feins und ganz feine Studio hat dann immer die, die alle selbst überwacht und der sich wahnsinnig viel Geld verdient.

00:24:18: Und da werden die in so einem ganz edlen Haus da so bewirtet und so...

00:24:22: Ja!

00:24:23: Also die bringen dich dann auch unter in so ein Hotel, in so einen total teuren Hotel das alles schon gleich so ein Stil von so gleich so Luxus halt hat.

00:24:37: Naja und so wechseln die Figuren immer wieder, kommt dann auch nicht mehr vor.

00:24:39: also ihr selbst Ich würde mal sagen, er ist das selbst oder es sind zumindest Teile von ihm.

00:24:45: Er sagt auch in so einem Interview der Tomagardi Sack auch, naja, er hat ja schon Schöte das haben und dass er so der Hinweis und dann noch in ich Form geschrieben und so... Was ich interessant finde, ist mal die Perspektive zu wechseln sich in diese Rolle der Lieferanten zu versetzen was das bedeutet eigentlich?

00:25:05: Und welchen Umständen die teilweise arbeiten müssen.

00:25:08: Und das ist auch in Deutschland, also eine Passage spielt ja auch in Berlin.

00:25:12: Da ist es nicht besser oder anders als irgendwo sonst?

00:25:14: Da

00:25:14: lernt man aber nicht die seine Familie da kennen von der du erzählt hast.

00:25:18: Doch!

00:25:18: Die lernen man auch teilweise kennen.

00:25:21: Ja, die lernen man schon kennen.

00:25:23: Sie überredet ihn dann auch einen Deutschgruß zu machen.

00:25:26: Der will dann zu dieser Nina, die das Austausch hier macht und landet aber bei einer anderen Lehrerin, die auch gut ist und da lernt er auch ein Freund kennen mit dem er sich immer austauscht und so ganz tolle, bewegende Gespräche auch so zwischen denen.

00:25:42: Ich will gar nicht so wahnsinnig viel erzählen weil es immer wieder neue Geschichten gibt, neue Verwicklungen gibt.

00:25:51: aber über allem stehen halt diese Idee des Liefern und ich meine der hat sich drei Jahre lang damit beschäftigt mit diesem Thema.

00:25:59: Ja das finde ich schon cool.

00:26:01: also Leute oder Autoren die genau recherchieren

00:26:05: Das

00:26:05: finde ich immer sehr interessant

00:26:06: Und es ist gar nicht, wann.

00:26:08: man würde jetzt denken.

00:26:09: Wir sind hier beide auch Journalisten.

00:26:11: Dass das so ein journalistischen Stil hat?

00:26:13: Hat das nicht!

00:26:13: Das ist total billetristisch.

00:26:15: Also es ist total nach... Das ist ein Autor, ein Buchautor, das merkst du.

00:26:20: Der benutzt zwar die Fakten aber umschreibt das, was dir mir gerade so ein bisschen gehört und schreibt das auch total blumig und schön geschrieben ist.

00:26:28: das Buch macht total Spaß also ist ein ganz toller Tipp.

00:26:32: Ist auch überall wirklich super besprochen worden.

00:26:35: Ich fand es am Anfang, hatte ich vorhin schon gesagt ein bisschen schwierig reinzukommen weil das so viele Schauplätze sind und plötzlich ist von einem komplett neuen Menschen die Rede.

00:26:44: Und dann die Faszination nach zwei drei Seiten.

00:26:47: du wissen wie geht's denn jetzt mit dieser Person weiter?

00:26:49: Das ist schon eine Kunst, die toll ist.

00:26:52: Ja finde ich auch!

00:26:53: Ja ja, das finde ich immer sehr gut.

00:26:56: Ist im Tropenverlag erschienen?

00:26:59: Thomas Gardi.

00:27:01: Gutes Cover find' ich übrigens?

00:27:02: Ja stimmt, stimmt.

00:27:06: Ein Auslieferer mit so einem riesen Kasten auf dem Rücken, auf so einem kleinen Motorrad in einer typischen orangenen Box wie die sie aufm Rücken haben.

00:27:13: Ja

00:27:15: das ist für euch eher eine Standortmarkierung denn diese noch bei Google Maps immer.

00:27:20: Aber so sehen ja auch diese Rucksäcke manchmal aus.

00:27:22: Ja stimmt!

00:27:22: Die

00:27:22: Lieferando-Rucksäcker sehen genau so aus und die haben halt durch die Pandemie wahnsinnig dazu gewonnen.

00:27:30: Mache ich es gar nicht ne?

00:27:31: Ich lebe hier an Hamburg.

00:27:32: aber so Essen bestellen...

00:27:34: Machst du nicht?

00:27:34: Nee

00:27:35: Nee, wir gehen immer irgendwo hin.

00:27:37: Also finden wir viel besser oder ich gehe irgendwo hin und hole uns irgendwie was haben ja auch schon ewig nicht mehr gemacht aber so dass so ein Mensch mit einem Rucksack zu uns hochstiefelt das habe ich noch nie gemacht.

00:27:52: also ganz früher als das in den Pizzaservice aufkam Ja, stimmt.

00:27:58: In

00:27:58: Hamburg-Smileys.

00:28:00: Sie durchgemacht mit

00:28:01: so... Was es da alles gab?

00:28:03: Das gibt's ja gar nicht mehr.

00:28:04: In Smiles gibts schon noch ... Da hat sich dann auch der ganze Markt wieder komplett reguliert irgendwie.

00:28:11: Da schon!

00:28:12: Also mal eine Riesenpizza zum Videoabend oder Fußballabend.

00:28:18: Aber jetzt so lieferrandomäßig noch gar nicht.

00:28:23: Ich habe einen Dreh gehabt in Berlin, genau zur Pandemie.

00:28:27: Und da waren die Hotels ja auch... Es gab ja nicht mal ein Kühlschrank, es gab nichts!

00:28:32: Es war tot.

00:28:33: also man konnte ja froh sein wenn wir überhaupt irgendwo reinkamen und so.

00:28:36: Da waren alle Restaurants geschlossen und da konnte man tatsächlich nur über Liferando, das war zumindest meine Erfahrung, da Essen bestellen.

00:28:43: Die sind dann im Hotel gegangen gekommen und haben dir das Essen gebracht gibt man den hoffentlichen ordentliches Trinkel, weil wir sehen unter welchen Umständen die da ausliefern.

00:28:52: Aber sonst benutzt es auch überhaupt

00:28:54: nicht!

00:28:54: Ja das war schon irgendwie gruselig.

00:28:56: Es gab auch noch so ein Chinesen im Meldorf?

00:29:00: An der Westküste für alle an der Nordseeküste.

00:29:03: Und die fingern ja auch an... Also das haben viele Restaurants gemacht, dass du dann deinen Essen abholen konntest und bei denen war das so wie das immer so ist.

00:29:22: Da kam es in dieses Restaurant, wo kein Mensch drin saß.

00:29:28: Wo man nur in der Küche jemanden werkeln hörte so und dann wurde er den Essen rausgestellt und dann bist du wieder gegangen.

00:29:35: Und das ist danach nie wieder ein normales Restaurant geworden!

00:29:46: Also was mich so ein bisschen, weil er ja so recherchiert hat wird das ja auch alle stimmen.

00:29:50: Es sind diese Strukturen dahinter und somit Menschen umzugehen und das so zu organisieren und zu perfektionieren dass du den Ärmsten der Armen dir herkommst und versuchen irgendwie zu überleben, dass Leben auch noch so schwer macht.

00:30:05: und dann noch von dem wenigen Geld, also wenn drei bis vierzig Prozent abzukassieren von der Kohle.

00:30:12: Und wenn du dich da wärst oder wenn du sagst, nee mach ich nicht mehr mit dann lassen sie dich halt aufliegen.

00:30:18: Die sind immer am längeren

00:30:19: Hebel.".

00:30:20: Ja!

00:30:21: Ich wusste auch gar nicht dass es so verschiedene Kategorien gibt.

00:30:24: So ein Leistungskategorie ist ja

00:30:27: furchtbar.

00:30:30: Also man kriegt schon einen ganz guten Eindruck.

00:30:34: aber Das ist gar nicht der Grund, warum ich das Buch so empfehle.

00:30:39: Sondern es ist eine Sache interessant und dass man so zu hören, sondern ... Es sind schon eher die Charaktere, wo man schon dicht dran ist.

00:30:46: Also wenn man schon in das Inleben dieser Menschen so einsteigt oder auch dieser Angler da in Istanbul, der da Fisch, der ihm anspricht, kommt dann irgendwie ins Gespräch, dem seine ganze Lebensgeschichte erzählt, das hat überhaupt nichts mit liefern zu tun!

00:31:01: Der hatte einfach Bock, so eine Geschichte zu erzählen Auf sowas muss man sich einlassen, da muss man Lust zu haben.

00:31:07: Ich hatte das eigentlich gar nicht und dann hat es mich aber doch irgendwie gepackt.

00:31:10: Ja ja gerade wie du das auch jetzt sehst.

00:31:12: Da schaffst du sofort wenn neue Leute auftauchen dich dazu reinzuziehen und du machst ja auch eine kleine Weltreise so?

00:31:17: Ja du machst ne Reise!

00:31:18: Und du bist wirklich in diese Stehen und ich finde das schon spannend dass der irgendwie auch die Tonalität so ändert.

00:31:25: Ich kann das gar nicht so richtig erklären aber in Delim spürst du schon die Hitze irgendwie so, dass das alles so drücken und immer laufen und voll und eng ist.

00:31:33: Ja, das war mein Tipp für heute.

00:31:34: Ja sensationell!

00:31:36: Dann kommen wir mal zu der

00:31:38: Auftragskillerin.

00:31:40: Das war echt wieder so eine Entdeckung.

00:31:42: Wie bist du darauf gekommen?

00:31:44: Tatsächlich hatten die Verlegerinnen geschrieben... Und jetzt kann man natürlich sagen, ja gut nur weil die euch geschrieben haben macht ihr das Buch.

00:31:49: so ist es nicht.

00:31:53: Also sie meinte irgendwie so ja vielleicht ist das was für euch.

00:31:56: und so schaut doch mal rein.

00:31:58: und dann habe ich gesagt ja klar warum nicht?

00:32:02: Es hat sich echt total gelohnt.

00:32:05: also ich hätte wirklich nicht erwartet oder nicht damit gerechnet dass mich da eine Geschichte erwartet wie Sie hier beschrieben sind wirklich wahnsinnig gut gemacht, auch auf eine Art und Weise die mir auch so komplett neu war.

00:32:19: Also es geht um eine Auftragskillerin und es wird denn hier so auf den ersten Seiten beschrieben wie sie das eigentlich wurde.

00:32:30: Und das macht total Spaß das zu lesen hier.

00:32:32: Das ist die Karte?

00:32:33: So eine Karte

00:32:34: ja.

00:32:34: Wo spielt das dann?

00:32:35: Auch an verschiedenen Orten.

00:32:37: Das spielt in Rio, das spielt in Paris Teilweise auch in Frankfurt, also an verschiedenen Orten dieser Welt.

00:32:45: Auch

00:32:45: so eine Reise?

00:32:46: Interessant!

00:32:47: Die Geschichte geht so von... ...von zwei tausend siebzen bis zweitausend zwanzigundzwanzig und fast also um die acht Jahre.

00:32:53: Und es geht um Marie.

00:32:54: Und Marie ist diese Auftragsmörderin, die ist einund dreißig Jahre alt jedenfalls als sie in Paris ist.

00:32:59: da geht's um das Jahr zwanzzig neunzehn.

00:33:02: Während ihrer Zeit im Paris wird sie zweiunddreißig.

00:33:04: Also das ist jetzt nicht so wesentlich, wollte ich aber nur mal so gesagt haben.

00:33:08: Ich will gleich mal so den Anfang mehr oder weniger vorlesen.

00:33:10: Ja,

00:33:11: das ist immer gut!

00:33:11: Weil

00:33:11: ich ihn auch ganz schön fand... Ein schicksalhafter Moment hat genügt um mich zu der werden zu lassen die ich heute bin dass ich mir vorkomme, als wäre ich mit einer kleinen Papierschere aus dem Leben geschnitten worden.

00:33:23: In der Psychiatrie sagten sie mehr – mich träfe keine Schuld!

00:33:27: Ich müsse verstehen das was mir passiert war nichts mit mir zu tun hat.

00:33:32: Verstehen sei wichtig um zu begreifen.

00:33:33: Wäre nicht jede Riegelung in mir erloschen hätte ich wahrscheinlich darüber gelacht.

00:33:37: Natürlich hatte es mit mir zutun Mit dem was sich in mir trage und was ich nicht fühlen kann.

00:33:41: Ich möchte so gerne loslassen können auch von mir selbst Mich nicht an das bisschen Leben klammern, dass mir nicht zusteht.

00:33:49: Jeder Tag ist so anstrengend wenn die Erinnerung auf den wunden Punkt meiner Seele trifft.

00:33:54: Manchmal frage ich mich wie es sein kann, dass mein Kopf arbeitet obwohl ich doch wie betäubt bin.

00:33:59: ein Widerspruch?

00:34:00: Nicht für mich!

00:34:01: Mein Leben ist ein Wiederspruch.

00:34:03: Mein Name ist Marie seit sechs Jahren Marie Giddas und seit sechs jahren bringe Ich Menschen um gegen eine entsprechende Bezahlung

00:34:15: Super, super anfangen.

00:34:17: Man fragt sich sofort was ist mit ihr passiert?

00:34:19: Ich hoffe das löst sich auch im Buch.

00:34:20: Sie scheint ja...

00:34:21: Ja und vor allem da ist der Begriff Psychiatrie gefallen.

00:34:25: Also du wirst natürlich sofort neugierig.

00:34:28: Was ist da denn los?

00:34:29: oder was sind da hinter uns?

00:34:31: Die Geschichte begann schon weit vorher aber die Geschichte in dem Buch beginnt im Jahr zwanzig fünfundzwanzig Und sie liegt mit dem Mann im Bett den sie längst hätte umbringen sollen.

00:34:41: also es war auch so ein Auftrag Und sie sagt dazu, ich schlafe manchmal mit meinen Opfern bevor ich sie töte.

00:34:55: Mit Männern wie mit Frauen.

00:34:56: eine einfache unkomplizierte Angelegenheit ein letzter Höhepunkt vor dem Jenseits.

00:35:01: Pflichtfreie Beziehung kurzer Natur.

00:35:04: Es unterstreicht mein egoistischen Charakter.

00:35:06: Ich vertrage keine Beziehungen mehr.

00:35:08: Sex ist nur noch Bedürfnisbefriedigung.

00:35:10: Wer mit mir schlafen will darf nichts erwarten.

00:35:15: Also das ist alles noch so echt am Anfang.

00:35:18: Das ist natürlich, ich finde das sensationell, da wirst du schon richtig reingezogen in diese Story und du fragst dich echt so.

00:35:25: ja wow irgendwie...das ist ja echt irgendwie krass!

00:35:28: Was steckt dahinter?

00:35:29: Und wie geht das wohl aus?

00:35:31: Das fragt zu Dich sofort in dem Moment und Du willst es unbedingt wissen natürlich.

00:35:36: Naja die Opfer im Bett sind winzend und das ist ein Kunsträuber Und der Auftraggeber dieses Mordes, der Grund warum sie ihn umbringen soll.

00:35:46: Der Auftrag-Geber ist der Kunstsammler und dieser Mord soll rein auch als Abschreckung dienen.

00:35:52: Dass so einer, also dass der Boß keine Nachahme findet das gleich klar ist.

00:35:57: wer hier irgendwie mit meinen Kunstwerken irgendwas machen will der ist tot.

00:36:02: Das ist die klare Botschaft die dahinter steckt.

00:36:05: er dieser Winzend Dem sagt sie das auch irgendwann.

00:36:10: Ja, ich soll dich eigentlich töten oder ich soll nicht töten du soll es eigentlich längst tot sein Und der bleibt da eigentlich ganz cool.

00:36:17: Der sagt nur so aha Du bist also sowas wie eine Profikillerin.

00:36:20: muss sich das so verstehen irgendwie und Das irritiert Sie so ein bisschen als das Buch ist auch aus der Ich-Perspektive erzählt.

00:36:26: Du bist Also eine Profi-Killerin und ihre Antwort auf meiner Visitenkarte steht Eventmanagerin.

00:36:31: Das klingt zeitgemäßer und ich finde dass beschreibt es auch ganz gut Aber er fürchtet sich also überhaupt nicht vor ihr.

00:36:41: Er kann sich überhaupt nicht vorstellen, dass sie... Dass die

00:36:44: umregen?

00:36:45: Genau!

00:36:46: Er will stattdessen wissen wie kam's denn dazu?

00:36:48: Wieso bist du denn jetzt so einer Auftragsmörderin geworden?

00:36:51: und... Gar nicht warum soll ich den jetzt hier umgebracht

00:36:54: werden?

00:36:57: Warum bist du das was du bist?

00:36:59: Und das erzählt sie ihm jetzt auch.

00:37:02: Jetzt beginnt also ihre Geschichte Super.

00:37:05: Und sie fängt also an in Paris, das ist sechs Jahre vorher und du weißt bis dir ein... Okay, der ist irgendwas Schreckliches passiert?

00:37:13: Das war noch mal vorher!

00:37:15: Was ist völlig unklar?

00:37:17: Ja seit sechs Jahren Profikillerin, also musste ja mit Mitte zwanzig muss die ja Profi-Killerin gewöhnt geworden sein.

00:37:23: Wie geht das denn?

00:37:24: Also... Sie sitze also in Paris.

00:37:27: Das wird so beschrieben wie sie da immer in einem Café sitzt usw.

00:37:31: Da begegnet sie einen Franzosen Original Und der spricht sie da also an und das ist auch echt richtig genial gemacht.

00:37:42: Das ist so ein Typ, der hat eine außerordentlich gute Menschenkenntnis, der kann Körpersprache lesen wie kein Zweiter... ...und der hat sie beobachtet schon die ganze Zeit lang!

00:37:57: Diese ganze Geschichte ist auch richtig, richtig cool beschrieben.

00:38:02: Du bist noch sehr am Anfang verzweifelt?

00:38:05: Ja genau ich bin noch sehr... Also ich müsste jetzt eigentlich vier Seiten vorlesen weil das so cool fand.

00:38:11: Das mache ich jetzt aber nicht.

00:38:12: Das

00:38:12: geht nicht das Problem ja!

00:38:14: Also er hat sich ihr gerade so vorgestellt so bonjour madame darf sie mich hier zusetzen und so weiter.

00:38:18: es ist doch ein schöner Morgen und dann kommen Sie uns so ins Gespräch und dann sagt er so ja ich bin Orgie-Geno Ja, warum kennen sie mich dann?

00:38:27: Weil ich sich schon seit vielen Tagen bohobachte.

00:38:30: und ihre Reaktion.

00:38:31: Ich weiß, sagte ich es sind inzwischen sogar Wochen.

00:38:37: Sie wissen das!

00:38:39: Also sensationell die Überraschung nicht total auf ihrer Seite.

00:38:44: Und dann sagt sie ihm so, ja, ich sitze hier seit drei Wochen jeden Tag in diesem Straßencafé.

00:38:49: Dann beschreibt sie so was wie sie ihn beobachtet hat und sie sitzt immer da und da und neulich hat das nicht geklappt.

00:38:55: Da mussten Sie drinnen warten usw.

00:38:59: Das findet er ziemlich klasse und er sagt am Ende dieses Gesprächs, die sind gut!

00:39:04: Sagt er dann so, dass sie sehr gut sind?

00:39:06: Ich fühle mich geschmeichelt.

00:39:07: Sollten Sie nicht?

00:39:08: Doch doch, ich bin Ihnen aufgefallen.

00:39:09: Ihnen eine äußerst attraktiven junge Frau, der schmeichelt... mir schon etwas.

00:39:13: Ich kenne nämlich mein

00:39:14: Spiegelbild.".

00:39:16: Also sehr unterhaltsam geschrieben und es ist jetzt also so, dass er sie jetzt ausbildet.

00:39:23: Und zwar auch in Sachen Menschenkenntnis ergibt ihr sein gesamtes Wissen weiter weil er sieht in ihr ein Talent das sie selber gar nicht kennt.

00:39:33: So wird das hier beschrieben und er sucht eine Nachfolgerin, weil er will sich langsam aus diesem Geschäft zurückziehen.

00:39:42: Er ist der Meinung, dass er jetzt in ihr also die wahre Nachfolgerin gefunden hat.

00:39:48: Das ist ja auch noch ganz lustig!

00:39:50: Er macht mit ihr immer so Experimente.

00:39:51: Also schauen Sie sich mal den an.

00:39:53: und so was glauben sie denn?

00:39:54: Was ist das für einer?

00:39:55: oder schauen Sie doch mal dieses Paar sich da an.

00:39:57: sind die beiden glücklich verliebt oder sind sie es nicht?

00:39:59: und dann soll sie immer so raten.

00:40:02: Dann gibt er seine Einschätzung.

00:40:04: Ja, also sie ist total in ihn noch verliebt und so von ihrer Seite aus sind doch alles okay.

00:40:09: Aber von ihm nicht!

00:40:09: Gucken Sie mal an wie er sich so verhebt usw.

00:40:12: Und du liest das so ah... Und dann tatsächlich hatte er komplett recht gehabt.

00:40:16: die beiden trennt sich dann irgendwo an so einer Ecke.

00:40:17: Er läuft zur oberen Station da wartet eine andere mit der er dann da wild auf dem Bahnsteig rumknuscht und dieser Origeno schickt denn die Marie dann auch so hinterher.

00:40:25: ja ja gucken Sie mal anders.

00:40:26: Also da vergehen keine zehn Sekunden da werden sie wissen was los ist und so.

00:40:31: Das ist echt sehr, sehr unterhaltsam.

00:40:35: Ergeben Sie sich ein paar Fragen?

00:40:38: Ich meine es ist eine Killerin.

00:40:39: mit wem identifiziert man sich?

00:40:41: Hast du eine Sympathie für diese Killerin?

00:40:44: Ja sie ist natürlich so einen Charakter...

00:40:48: Kann man was anfangen!

00:40:51: Auf der anderen Seite hat er immer noch nie vorher etwas zu tun gehabt.

00:40:57: Ich weiß nicht, ob man ... Fühlt

00:40:58: man mit ihr mit oder den Opfern?

00:41:00: Man fühlt schon mit ihr.

00:41:03: Weil irgendwann wird da klar was damals war und warum sie so handelt wie sie handelt.

00:41:09: Und du findest die schon irgendwie gut diese Frau.

00:41:13: Das kann man schon sagen.

00:41:15: Es trifft ja auch keine ... Keine, wie soll man sagen?

00:41:18: Keine Unschuldigen.

00:41:19: Also diejenigen, der eine ist eben halt dieser Kunsträuber, gibt noch andere.

00:41:23: also es gibt das sind halt Menschen, die es verdient haben zu sterben.

00:41:28: Das hast du nicht wirklich gesagt.

00:41:33: Dann ist ja noch so ein anderes Szene.

00:41:36: Bleiben wir bei ihnen vor.

00:41:37: er fort, also Angel No und die beiden sitzen da noch zusammen.

00:41:41: Ein Mann geht vorbei, ihre Augen werden schwer und der Kopf sinkt unmerklich ein Stück nach unten.

00:41:45: Ein anderer Mann geht vorbei, ihre Schultern drücken sich leicht nach hinten durch.

00:41:49: Ihre Augen ziehen sich zusammen.

00:41:50: also er bestreibt sie wie sie andere Menschen beobachtet.

00:41:54: das hat er sich auch genau eingeprägt.

00:41:57: Oh, Sie können sich vorstellen was ich in diesen Momenten alles über sie erfahren habe.

00:42:00: Eine ältere Dame schluft langsam an Ihnen vorbei.

00:42:03: Sie wenden sich nach einem Moment des Erstarrens seitlich weg.

00:42:06: Soll ich weiter reden, Moselle?

00:42:08: Lesen Sie es doch an mir ab!

00:42:09: Erwiderte ich!

00:42:13: Also die ist auch ziemlich schnarkfertig und vielleicht fand ich ganz witzig.

00:42:18: Auf jeden Fall ist dieser Henri Genot das wirklich ein Meister der Körpersprachenanalyse.

00:42:25: also er kann Menschen da sofort einschätzen, was das für Menschen so sind.

00:42:30: Ist es auch klar, wer die Auftraggeber sind?

00:42:33: Ja, das bleibt mehr oder weniger... Also wie gesagt beim Kunsträuber ist es ein Kunstsammler, der da betroffen war.

00:42:39: So richtig klar wird es nicht, sondern die bekommt halt ihre Aufträge und handelt dann.

00:42:44: Und man ist auch nie bei einem Mord dabei eigentlich.

00:42:47: Das

00:42:47: ist immer nur

00:42:48: erwähnt, dass es so passiert.

00:42:50: Außer eben bei dem Typen mit denen sie an Bett ist.

00:42:52: Da ist man dabei, den Sie da eigentlich der Auftrag klar ist.

00:42:57: Würde einer

00:42:58: jetzt interessieren, ob er das tut oder nicht?

00:43:00: Ja,

00:43:00: das würde einen sehr interessieren.

00:43:01: Ob sie das tut und dass ist

00:43:04: sicherlich richtig.

00:43:04: Das wüsste ich jetzt nicht.

00:43:05: sagen!

00:43:10: Nimm beginnt langsam so diese Ausbildung... ...und dann heißt es ja auch an einer Stelle nutzen Sie ihr Wissen um zu spielen.. ..um zu manipulieren.

00:43:16: mit Ihrer Mimik und Gessig, mit Ihren Worten und der Modulation derselben Setzen Sie geschickt Pausen lenken Sie ihr gegenüber in die gewünschte Richtung um leichte Spiel zu haben.

00:43:25: Es wird nicht merken, dass Sie es lenken.

00:43:27: Stellen Sie Fragen.

00:43:28: Wer fragt, führt das Gespräch?

00:43:30: Die meisten Menschen reden sowieso am liebsten über sich selbst.

00:43:33: Wenn sie das geschickt nutzen haben sie gewonnen!

00:43:37: Und so geht es also noch eine ganze Weile weiter und...

00:43:41: Also Teil ist diese Ausbildung

00:43:42: quasi.

00:43:42: Ja genau.

00:43:43: Das ist dieses Paris-Kapitel Und am Ende ist sie dann soweit.

00:43:49: Also es dauert wirklich ein paar Wochen, wo er erst mal so mit ihr arbeitet und Sie soll sich dann irgendwann entscheiden ob sie das jetzt wirklich will oder nicht?

00:43:58: Und Sie soll das wirklich klar entscheiden, ob nun ja oder nein, weil es gibt dann kein Zurück mehr.

00:44:04: Wenn Sie nein sagt okay, dann sieht man sich

00:44:05: wieder...

00:44:06: Genau!

00:44:07: Aber wenn Sie Ja sagt alles klar, dann geht das hier los.

00:44:13: Auf jeden Fall sind's dann irgendwann an der Stelle ... Wo sie das jetzt also machen soll?

00:44:17: Sie besuchen da so ein Typen in einem Hinterhof, der mit dazugehört zu dieser ganzen Auftragskillergeschichte.

00:44:25: Dyrrha heißt der und der soll sich jetzt in die Kunst des Schießens einweisen.

00:44:30: Also wie man wirklich gut mit einer Waffe umgeht.

00:44:33: Probieren Sie bitte sagt er und legt dir mir die Waffe in die Hand!

00:44:36: Dyrra wird sie in die Künste schießenst und Treffens einweisen.

00:44:40: Dürrarer der Schweigtamel reichte erst Genot amir einen schalenförmigen Gehörschutz.

00:44:45: Pierre Dürer wollte mir zeigen, wie ich die Waffe zuhalten hätte.

00:44:48: Ich ignorierte ihn.

00:44:50: Wozu unnötig lange aufhalten?

00:44:51: Ich drückte meinen Arm durch, hob ihn zügig an und schoss auf die Pappkameraden.

00:44:55: Viermal!

00:44:56: Kein Fehlschuss.

00:44:57: Alle in Herz nähe.

00:44:58: Dürrase, chino an.

00:45:00: Chino sah mich an.

00:45:01: Der baue ich nix beibringen, Henri, nur jette Düra.

00:45:04: Der Fifth anerkennend durch die Zähne.

00:45:06: Wieder tasteten seine Augen über mich.

00:45:07: Ich war so eben noch ein Tick unwiderstehlicher

00:45:09: geworden.".

00:45:15: Und dann... beginnt schon fast das nächste Kapitel.

00:45:18: und da spielt nochmal zwei Jahre vorher in Rio de Janeiro.

00:45:22: Und in Rio De Janeiro will sie einfach die Väter hin, weil ... Sie will einfach nur sterben.

00:45:34: Weil irgendwas ist ja passiert!

00:45:36: Ja... Und sie treibt sich der Organz-Buburste im Verwählers rum, ihr ist alles scheißegal.

00:45:41: Wenn sie da erschossen wird, ist sie das auch wurscht.

00:45:43: Da lernt sie dann auch so einen Typen kennen Der gehört irgendwie so zur organisierten Kriminalität offenbar.

00:45:53: Und auch da bekommt sie eine Waffe in die Hand und soll schießen, und da offenbart sich plötzlich dass sie einen Talent hat mit Waffen umzugehen.

00:46:02: von Natur aus ist die an der Waffe richtig gut.

00:46:06: Und das wird ihr da in Rio de Janeiro plötzlich bewusst, jetzt kann man ja denken, ja gut es ist ein bisschen unrealistisch irgendwie warum eigentlich?

00:46:15: also wie kann das sein?

00:46:15: Aber mein Gott!

00:46:16: Jeder hat irgendwie einen Talent, manche wissen davon gar

00:46:19: nichts...

00:46:21: Ja und die kann einfach gut mit einer Waffe umgehen.

00:46:26: Mehr würde ich eigentlich gar nicht sagen, weil wie gesagt das Buch ist ja nur hundertseinsiebzig Seiten lang.

00:46:29: Ich bin jetzt hundertzeinsächsig Seiten lang und ich habe ja so einen Querschnitt von so siebzig Seiten erzählt.

00:46:37: Eigentlich schon viel

00:46:39: zu viel.

00:46:40: Aber das ist wirklich so genial geschrieben dieses Buch!

00:46:43: Das macht so Spaß!

00:46:44: Weißt du was über den... Wolf-Ingo Härtel?

00:46:47: Ja, der kommt aus dem Hessischen und veröffentlicht seit dreißig Jahren schon Romane.

00:46:53: Teilweise auch als Natalie Hallwardt oder Hallward... Also schreibt auch unter einem Frauennamenromane!

00:47:01: Und ist auch so ein Typ, der viel recherchiert, also er schreibt historische Romane, jetzt kommt ein Weiserfrachter vorbei?

00:47:08: Voll mitpackend!

00:47:11: Naja auf jeden Fall dieser Wolf- Ingo Herthl hat schon paar Romane veröffentlich Auch historische Roman und das ist auch so einer der viel recherchiert.

00:47:19: Also er hat auch mal einen Roman geschrieben, da ist ja Schauplatz der Amazonas Und da hat er auch monatelang recherchieren um das richtig gut rüberzubringen damit dass auch So ein bisschen Hand und Fuß hat.

00:47:30: also Ja, das ist das ist einer der schon viel geschrieben hat seine frau erst verheiratet schreibt auch krimis die da in langen spielen.

00:47:40: Ja, das ist so was man über Wolf Ingwer-Herthl sagen kann.

00:47:44: Und ich glaube ohne dass ich jetzt sein großes Werk kenne... ...dass dieses Buch kurz bevor der Tag beginnt ist die Nacht am Dunkelsten,... ...das das Roman ist, ja komplett.

00:47:56: was Neues ist wohl auch die Art und Weise wie er so schreibt.

00:48:00: also ich kann mir nicht vorstellen,... ....dass er schon mal sowas ähnliches geschrieben hat.

00:48:07: Unsere Freundin aus dem Ultraviolett Verlag, die war total angetan.

00:48:11: Die meinte ja das ist der schreibt normalerweise ganz andere Sachen und jetzt das hier und das ist wirklich super usw.

00:48:17: Ich kann die wirklich nur zustimmen!

00:48:18: Das ist wirklich so eine tolle Geschichte.

00:48:22: und vor allem ich hätte es auch noch locker länger als hundertzweiundsechzig Seiten mir durchgelesen und ich finde man hätte vielleicht tatsächlich mal bei so ein zwei drei Morden mal dabei sein müssen.

00:48:35: Es wird schon klar, wie sie arbeitet.

00:48:37: Also gerade auch diesen Vincent da dieser Kunsträuber hat sich wirklich über einen ganz langen Zeitraum beobachtet.

00:48:44: Da wird es schon klar wie sie so vorgeht und wie sie sich an ihr Opfer näher.

00:48:49: Das ist alles schon gut beschrieben in diesem Einfall.

00:48:53: aber ich hätte mir gewünscht dass man dann doch noch mehr macht.

00:48:55: Was irgendein

00:48:56: Mund würde doch verzichtet haben?

00:48:57: Warum?

00:48:58: Ja, weil er sich so denkt.

00:48:59: Also vieles findet auch im Kopf des Lesers statt und wenn man jetzt wahrscheinlich noch ein zweites Opfer nimmt ja gut dann würde man sich nur wiederholen.

00:49:09: also warum sollte man das nochmal so lesen wollen?

00:49:12: Aber ich finde die Geschichte trägt weit mehr als hundertsechzig Seiten.

00:49:16: natürlich weil sie ist wirklich großartig es ist wirklich toll gemacht und ist einfach eine schöne Geschichte.

00:49:25: Also, mich hast du total angefixt damit.

00:49:28: Ich finde das super spannend!

00:49:29: Würde mich total interessieren.

00:49:31: Ja und das hast Du natürlich in halb kürzester Zeit... Das liehst Du in einem Rutsch durch eigentlich auch?

00:49:36: Klar, hundertzwanzibelig Seiten ist ja nix.

00:49:38: Weißt Du noch den Titel aus dem Kopf?

00:49:42: Bevor der Tag anbricht, ist die Nacht am Doggelsen.

00:49:46: Ist das

00:49:46: richtig?!

00:49:47: Ich guck mal.

00:49:48: Kurs bevor der Tag beginnt, ist Die Nacht Am Dogglesen.

00:49:53: Wahrscheinlich muss man irgendwann in so einem Buchhandel gehen und sagen, ja ich würde da gibt es irgendwie so ein Buch über einen Auftrags-

00:49:59: und Killerin.

00:50:01: Titeln irgendwas mit Tag, Nacht irgendwie, so wie du schon sagtest gerade.

00:50:04: Also

00:50:04: echt?

00:50:05: Ist das jetzt auch kein Buch was ich mal im Buchladen gesehen habe oder...

00:50:08: Das ist doch ganz neu!

00:50:10: Ist Anfang Juni erschienen?

00:50:12: Ist wirklich

00:50:14: ganz neu.

00:50:15: Meistens glaube ich im Februar oder so erschienen aber auch aus diesem Jahr.

00:50:18: Das waren unsere beiden Tipps.

00:50:20: heute würde ich sagen.

00:50:21: Ich glaube ihr werdet viel Spaß haben.

00:50:23: beiden Büchern.

00:50:23: Ich

00:50:24: glaube ich auch, definitiv!

00:50:26: Zwei ganz unterschiedliche Bücher aber beide spielen in ganz vielen Städten passt ja zur Reisezeit.

00:50:34: Ja also absolut.

00:50:36: wie heißt es so schön?

00:50:36: Strandkorb tauglich würde ich mal sagen und toll geschrieben.

00:50:39: Sehr schön.

00:50:40: Nacht ist gut.

00:50:42: Danke fürs Zuhören.

00:50:42: Habt einen schönen Sommer.

00:50:45: Wir kommen wieder.

00:50:45: Also nicht dass wir uns jetzt hier großartig verabschieden Kann man ja, ich meine die Urlaub-Zeit schick mal zuvor.

00:50:51: Ich hoffe ihr habt euch schöne Urlaubsziele ausgesucht, nehmt tolle Bücher mit und zieh Spaß beim Lesen!

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